Hinweis: Englisch ist der Quelltext. Korrekturen an Segel- und Fachbegriffen sind willkommen.
Segelsicherheit
Grundberührung
Grundberührung und Unterwasserschäden
Den Grund zu berühren oder etwas zu treffen ist nicht nur ein Problem. Es kann Navigation, Wassereinbruch, Steuerung, Antrieb und Struktur gleichzeitig betreffen.
Die ersten Minuten sollten ruhig und praktisch sein: weitere Schäden verhindern, prüfen ob Wasser eindringt, und genug Kontrolle für die nächste Entscheidung behalten.
Erster Grundsatz
Prüfe zuerst, ob das Boot noch dicht ist
Nach einer Grundberührung oder einem Schlag gegen ein Objekt schaut man leicht zuerst nach draußen: Was war es, sitzen wir fest, können wir rückwärts frei? Die wichtigste Frage kann aber innen liegen: Kommt Wasser herein?
Ein kleines Leck kann ernst werden, wenn niemand es sieht. Ein großes Leck ist sofort eine andere Notlage.
Erste Maßnahmen
- Verhindere, dass das Boot den Schaden vergrößert.
- Prüfe die Crew auf Verletzungen.
- Prüfe Bilge, Bodenbretter, Kielbolzen, Mastfuß, Seeventile, Wellendichtung und Ruderlagerbereich.
- Starte Pumpen bei Wassereinbruch, aber suche weiter nach der Quelle.
- Prüfe Tiefe, Tide, Wind, Wellen, Strom und Leeküste.
- Rufe früh Hilfe, wenn Wasser eindringt oder das Boot härter aufgesetzt werden kann.
- Notiere Position und Zeit.
Wenn das Boot fest sitzt
Nutze nicht automatisch volle Motorleistung. Wenn Kiel, Ruder oder Propeller schon beschädigt sind, kann viel Schub es schlimmer machen.
- Finde heraus, ob die Tide steigt oder fällt.
- Reduziere Segel und schlagende Lasten.
- Prüfe, ob Wellen auf den Rumpf schlagen.
- Bereite Anker oder Kedge vor, wenn es mehr Gefahr verhindert.
- Hole lokale Hilfe, bevor es schwieriger wird.
Wenn das Boot frei kommt
Frei schwimmen bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist. Schäden an Kiel, Ruder, Propeller, Welle, Saildrive oder Seeventilen können bleiben.
- Gehe langsam in sicheres Wasser.
- Teste die Steuerung vorsichtig.
- Prüfe Antrieb und Motor, bevor du viel Kraft nutzt.
- Beobachte die Bilge noch Stunden weiter.
- Plane Taucher- oder Kraninspektion nach hartem Schlag.
Nach Treffer auf ein treibendes Objekt
Baumstamm, Container, Fischgerät, Boje oder Leine können ohne Vorwarnung Schaden machen. Zeichen sind Schlag, Vibration, plötzlicher Stopp, seltsames Steuergefühl oder Motorleistungsverlust.
- Verlangsame und behalte Kontrolle.
- Prüfe zuerst Wassereinbruch.
- Prüfe, ob die Steuerung normal ist.
- Prüfe, ob etwas an Propeller, Ruder oder Kiel hängt.
- Schicke niemanden ins Wasser, wenn die Bedingungen nicht wirklich sicher sind.
Zeichen an Kiel und Rumpf
- Neues Wasser bei Kielbolzen oder Innenstruktur.
- Risse in Innenschale, Boden oder Laminat.
- Türen oder Bodenbretter passen anders als vorher.
- Neue Geräusche in Wellen.
- Rostspuren oder Bewegung bei Kielbolzen.
Zeichen an Ruder und Steuerung
- Das Ruder ist plötzlich schwerer oder leichter.
- Rad oder Pinne stehen nicht wie früher.
- Vibration oder Klopfen am Ruder.
- Wasser am Ruderschaft oder Steuergetriebe.
- Der Autopilot arbeitet härter als vorher.
Wenn Wasser eindringt
Arbeite schnell, aber mit klarer Reihenfolge: finden, verlangsamen, pumpen, melden und vorbereiten.
- Suche die Quelle: Seeventil, Schlauch, Kielbereich, Welle, Ruderschaft, Riss oder beschädigter Beschlag.
- Nutze Stopfen, Holz, Tücher, Kissen, Segeltuch oder Druck von innen, um den Zufluss zu senken.
- Nutze elektrische und manuelle Pumpen, aber verlasse dich nicht nur auf Pumpen.
- Rufe früh mit Position, Wassermenge und Personen an Bord.
- Bereite Rettungswesten, Grab Bag, PLB/EPIRB und Abbruchausrüstung vor.
Danach
- Schreibe auf, was passiert ist: Position, Fahrt, Tiefe, Tide und Wetter.
- Fotografiere sichtbaren Schaden und Bilgenbereiche.
- Markiere Leckstand oder Risslänge.
- Prüfe Kiel, Ruder, Propeller, Welle, Seeventile und Pumpen später erneut.
- Gehe nicht offshore weiter, ohne den Schaden zu verstehen.
So hängt das mit SailingKSF zusammen
Grundberührung hängt mit Wasser im Boot, Notsteuerung, Motorausfall und Hilferuf zusammen. Das Ereignis beginnt vielleicht an einer Stelle, wird aber schnell ein Sicherheitsproblem für das ganze Boot.
Wasser im Boot Notsteuerung Hilfe rufen
Weiterlesen
Gute Quellen zum Vertiefen
- NOAA United States Coast Pilot - Offizielle Coast-Pilot-Publikationen mit Hafen-, Ansteuerungs-, Strömungs-, Gefahren- und lokalen Navigationshinweisen für US-Gewässer.
- USCG Navigation Rules - Offizieller USCG-Text der Navigationsregeln, hilfreich für Ausguck, sichere Geschwindigkeit, Kollisionsgefahr, Lichter, Signalkörper, Ankern, Schleppen und Notsignale.
- UK Marine Accident Investigation Branch - Offizielle Unfallberichte und Sicherheitsberichte. Nützlich, um zu sehen, wie kleine Entscheidungen, Ausfälle und Müdigkeit zu schweren Vorfällen werden können.
- RNLI yacht sailing and motorboating safety - Praktische Sicherheitshinweise einer Rettungsorganisation, hilfreich für Rettungswesten, frühes Alarmieren, Vorbereitung und was Retter von dir brauchen.
Verbindung zur App
Zusammen mit KSF Passage Companion nutzen
Die Artikel sind hilfreicher, wenn die eigenen Bootsdaten schon notiert sind.
- Speichere, wo Sicherheitsausrüstung, Werkzeug, Ersatzteile und Handbücher liegen.
- Erstelle eigene Checklisten für Nacht, Schwerwetter, Ablegen und Notfälle.
- Nutze Logbuchnotizen für Fehler, Scheuerstellen, Reparaturen und Schwachpunkte, die wieder geprüft werden müssen.
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Mache nicht überstürzt den zweiten Fehler
Nach dem Schlag, Kratzen oder Stopp ist die nächste Gefahr oft eine hastige Entscheidung, die den Schaden vergrößert.
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