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Hinweis: Englisch ist der Quelltext. Korrekturen an Segel- und Fachbegriffen sind willkommen.

Segelsicherheits-Guides

Rettungsinsel und Grab Bag

Rettungsinsel, Grab Bag und Abandon-Ship-Denken: früh vorbereiten, spät verlassen, auffindbar bleiben

Die Rettungsinsel ist nicht der erste Plan. Sie ist die letzte Plattform, wenn das Boot nicht mehr sicherer ist.

Früh vorbereiten, aber normalerweise spät verlassen. Eine schwimmende Yacht ist größer, sichtbarer und besser versorgt als eine kleine Insel.

Grundsatz

Wenn möglich in die Rettungsinsel hinaufsteigen

Die alte Offshore-Regel bedeutet: Verlasse die Yacht erst, wenn die Yacht nicht mehr die bessere Überlebensplattform ist. Eine Insel ist klein, nass, instabil und schwer zu sehen.

Früh vorbereiten, spät entscheiden

Was zum Verlassen führen kann

  • Unkontrollierbares Feuer oder Rauch.
  • Wassereinbruch, der nicht gebremst werden kann.
  • Schwere Strukturprobleme an Rumpf, Kiel, Ruder oder Decköffnung.
  • Kenterungsschäden, bei denen das Boot nicht mehr bewohnbar ist.
  • Explosionsgefahr oder giftiger Rauch.
  • Anweisung professioneller Rettung.

Warum an Bord bleiben

  • Das Boot schwimmt noch und kann gepumpt oder geflickt werden.
  • Das Feuer ist aus oder begrenzt.
  • Rigg, Motor, Anker oder Segel helfen noch.
  • Das Boot ist leichter zu finden als Menschen in einer Insel.
  • Das Wetter draußen ist gefährlicher.

Die Rettungsinsel muss erreichbar sein

Eine unter Fahrtenausrüstung vergrabene Rettungsinsel ist fast Dekoration. In einer echten Notlage können Menschen nass, kalt, verletzt, seekrank, müde oder im Dunkeln sein. Die Insel muss von Menschen gefunden und ausgelöst werden können, die nicht mehr in Bestform sind.

Grundlagen für den Grab Bag

Der Grab Bag soll die ersten Stunden und Tage nach dem Verlassen des Bootes unterstützen. Er soll Rettung erleichtern, Kommunikation ermöglichen und Menschen gegen Kälte, Durst, Verletzung und Panik helfen.

  • Wasser in kleinen Behältern oder Beuteln.
  • Hand-UKW in wasserdichter Hülle.
  • EPIRB, PLB oder ein zum Boot passender Bake-Plan.
  • Signalmittel oder zugelassene optische Notsignale, wo sie geführt werden.
  • Strobe, Taschenlampe, Ersatzbatterien, Signalspiegel und Pfeife.
  • Messer, Multitool, Tape, Leine und kleine Reparaturteile.
  • Erste Hilfe, Seekrankheitsmittel und persönliche Medikamente.
  • Wärmeschutz, Mützen, Handschuhe und Ersatzbrille, wenn nötig.
  • Bootspapiere, Crew-Kontakte und Notizen wasserdicht verpackt.

Persönliche Greifausrüstung

Einige Dinge sollten an der Person sein, nicht nur im Bag. Wenn der Bag verloren geht, soll jede Person trotzdem etwas Überlebenswert bei sich tragen.

  • Rettungsweste mit Licht, Pfeife und Schrittgurt.
  • Sicherheitsgurt und Lifeline, wenn vor dem Aussetzen Decksarbeit nötig ist.
  • PLB oder AIS MOB bei Offshore- und Nachtfahrten, wenn möglich.
  • Wasserdichtes Messer oder Schneidwerkzeug.
  • Warme Schicht oder Ölzeug, bevor Menschen kalt sind.
  • Stirnlampe oder persönliches Licht.

Notruf vor dem Verlassen

Wenn Zeit bleibt, den Notruf vor dem Verlassen senden. Die Position der Yacht ist oft besser bekannt als die spätere Driftposition der Insel. Ein Sprachruf kann Details geben, die eine Bake allein nicht liefert.

Aussetzen und Einsteigen

Eine Rettungsinsel bei echten Bedingungen auszusetzen ist nicht sauber und ordentlich. Menschen können stürzen, Leinen können sich verhaken, die Insel kann kopfüber aufblasen oder das Boot schneller treiben als erwartet.

Notfunkbaken in der Rettungsinsel

Der Bake-Plan muss den Wechsel vom Boot in die Insel überleben. Eine EPIRB im Schapp, ein nasses Handfunkgerät oder AIS MOB ohne Empfänger in Reichweite geben Rettern weniger Information als erwartet.

In der Rettungsinsel

Die erste Aufgabe in der Insel ist Ordnung. Panik verschwendet Wasser, verliert Ausrüstung und macht Menschen kälter.

Training und Service zählen

Eine Rettungsinsel sollte keine mysteriöse Kapsel sein. Wenn möglich, sie bei einem Service geöffnet sehen oder einen Offshore-Survival-Kurs besuchen. Aufblasen, Einsteigen und Aufrichten lernt man besser, wenn niemand friert oder Angst hat.

So hängt das mit SailingKSF zusammen

Dieser Artikel steht neben den Guides für Hilfe rufen, Wasser im Boot, Feuer, Schwerwetter und Sicherheitsausrüstung. Abandon ship ist selten ein isoliertes Ereignis. Es folgt meist einer Kette von Problemen, die so früh wie möglich verlangsamt werden müssen.

Hilfe rufen Wasser im Boot Sicherheitsausrüstung

Zugehöriger DSC- und AIS-Check

Wenn du dich in diesem Thema auf DSC, MMSI, AIS, CPA/TCPA oder AIS MOB stützen willst, öffne den separaten DSC- und AIS-Check in einem neuen Tab und prüfe die Einrichtung vor dem Törn.

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Feedback zu Rettungsinsel und Grab Bag

Wenn du Offshore-, Rettungs-, Survival- oder Serviceerfahrung hast, lese ich Hinweise gern.

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Früh vorbereiten, spät verlassen

Grab Bag und Insel sollen vor Panik bereit sein. Die Entscheidung zum Verlassen muss langsam und ernst sein.

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